De Mann in`n Ächtergrund

Ein Gedicht zu Ehren unseres beliebten Regisseurs Heiner Bickmann
Erdacht und vorgetragen von Hermann Kövener. (wie sich`s gehört in platt!)

So alle twee Jaohr` in de Fastentied,
dao giff`t in Ostbiärm `n Gequater:
„Leiwe Lüe, laupt löss, et is wier sowiet,
in`t Duorp spiellt se wier Theater!

Dao wärt übt un probeert in lange Wiäken
Bie een Stück hadden se sogar`n lebennig Fiärken.
Un dann geiht dat loss ,dann staoht se up de Bühn`
de Oma, de Knecht, de Buer vull Vernien,
un giewet ehr Bestet,dat de Lüe sick freiet,
äs wenn sick alls bloß üm dat Publikum dreihet,
Daobie mott sick Manskeen recht bineene rieten,
sick nich vör lutter Bammel in de Bücks te schieten!

Un hät he sien`n Uptritt dann endlick ächter sick,
un de Lüe applaudeert dann wull noch`n lück,
Denn waochtet ächten all eene,de will em luowen,
bie den eenen in`t fiene, bie den annren in`t gruowe:
He is`n Mann, de, äs`m so sägg, in`n Ächtergrund steiht,
doch gleiwt mi, dat ohne em garnix geiht:
Up`t Blättken, dao steiht he äs Regisseur,
doch för us Spiellers, dao is he viell mähr:

Is een äs nich guet trächt`un kann maol nich so,
he richt`t em up un küert em guet to
he nimp se in`n Arm off trätt se in`t Gatt-
symbolisk natürlik-un auk dann nich so hatt,
un kümp`t em auk mansken `n lück butt von`n Hiärten,
Wenn wi de Düör ächter us tomaakt, denn is`t wier vergiätten:

He kennt seine Schäöpkes an`n allerbesten.
He kümp toerst un geiht mehrstied an`n lesten,
he is Vader un Fründ vör us alle bineene,
woviell Suorgen he hät. dat miärkt kineene
He hät för alle een guetet Waort,
hät för Spaß un för Ernst dat rechte Maot,
un geiht äs wat scheewe off giff`t `n Malheur:
well häff de Schuld dran ? De Regisseur!

Un wenn he auk bie`t Geld `n lück hattmelksk is,
so is doch dat eene ganz gewiss:
Bie`t anleggen un sparen versteiht he mähr devon,
äs usse Finanzminister daomaols in Bonn!
Drüm sägg ick: Heiner, bliew bi us, Du büss us düer,
so een äs di kriegt wi so hennig nich wier!!!
- -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
Un wenn ick äs dautgaoh, un ick kuem an de Düör,
will huoppen, buom bi`n Petrus un nich unnen bi`t Füer,
denn mag he wull säggen: Na, Hiärm, du olle Knuoken,
du häss in dien Liäben ja auk so manniges verbruoken,
ower eens, dat mot`k di teguette hollen:

Du häss oft devör suorgt, dat de Jungen un de Ollen
Auk `ne Masse Spass hat häbbt alle twee Jaohr
ick häwwe jedesmaol tokiekken, et is würklick waohr,
daoför draffs Di wat wünsken,wat et auk is
et geiht in Erfüllung, dat is Di gewiß!--------
Ick weet nu all, ohn`dat ick graut üöwerlegge,
wat ick em dann in den Augenblick sägge:
Halt den Heiner män drut ut den Ächtergrund,
wi spiellt wier Theater, et geiht wier rund,
`n Stück met viell Lachen un Grienen, jüst äs in`t Liäben
dat spiellt wi wier för de Lüe von Ostbiärm!

Wi kliäwt `n Plakaot an de Hiemmelsdüör,
un de Engelkes staoht de von`n buten vör
un bekiekt et sick un fangt an`t üöwerleggen:
Den kenn`k doch von fröher, dat wull`k doch säggen,
He was daomaols up de Ähr doch all `n grautet Genie:
De Heiner Bickmann ,de mäck wier de Regie!!

Textverfasser: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Hermann Kövener
Text urheberrechtlich geschützt TOMU 03/00

© Laienspielschar Ostbevern

   
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